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Wohngold Immobilien, als Immobilienmakler in Salzburg und Umgebung, klärt Sie darüber auf, welche Pflichten ein Makler in Österreich gegenüber seinen Kunden hat. Die Provision verdient man nämlich nicht nur damit, eine Wohnung schnell aufzusperren und zu präsentieren, so wie so mancher unter uns denken mag. Sie fühlen sich angesprochen? Gut, dann überzeugen Sie sich selbst, welche umfangreichen Tätigkeiten in den Bereich eines Immobilienmaklers fallen.


Ein Immobilienmakler trägt die volle Haftung für das vermittelte Geschäft. Er muss den Mieter oder den Käufer über alle Umstände der Immobilie aufklären, welche für die Beurteilung des zu vermittelnden Geschäfts wichtig sind damit dieser seine Entscheidung treffen kann. Der Makler muss über einschlägige Probleme des Objekts Bescheid wissen und diese Informationen preisgeben.

Ein Makler muss einen Verbraucher laut Rechtsprechung vom obersten Gerichtshof über die Beschaffenheit des Objekts sowie dessen Eignung für die vorgesehene Nutzung informieren. Unvollständige oder Angaben, die nicht der Wahrheit entsprechen, gelten gegenüber einem Verbraucher als Verletzung der Pflichten. Hat ein Immobilienmakler keine Veranlassung, der Richtigkeit der erteilten Informationen zu zweifeln, darf er diese auch einem Interessenten weitergeben. Als wesentliche Tätigkeit gilt, die obligatorische Einsicht in das Grundbuch, bezüglich Einsicht von Dienstbarkeiten, Reallasten und Pfandrechten gegenüber Gläubiger. Der Immobilienmakler muss sich auch über außerbücherliche Lasten, wie beispielsweise aufrechte Mietverhältnisse erkundigen.

Außerdem hat sich ein Immobilienmakler über sämtliche behördliche Genehmigungen zu informieren. Ein Makler muss darüber aufklären, ob die Nutzung des Gebäudes, der des Interessenten entsprechen und ob Baubewilligungen bzw. Kollaudierungsbescheide vorliegen. Bekommt ein Immobilienmakler diese Informationen nicht vom Auftraggeber, so muss er selbst Einblick in den Bauakt nehmen bzw. diese dem Interessenten mitteilen. Der Bauakt für die Stadt Salzburg befindet sich in der Glockengasse 8 und Unterlagen dürfen entweder vom Eigentümer eingesehen werden oder vom Immobilienmakler mit einer schriftlich erteilten Vollmacht.

Beim Verkauf einer Eigentumswohnung muss der Immobilienmakler zumindest in den Wohnungseigentumsvertrag einsehen, um über einen Verbrauch nach der Rechtsprechung über wesentliche Dinge zu informieren. Im Wohnungseigentumsvertrag ist beispielsweise nachzulesen, welche Gebäudeteile zum Wohnungseigentumsobjekt hinzuparifiziert sind, ob es einen abweichenden Aufteilungsschlüssel der Betriebskosten gibt oder über besondere Benützungsregelungen zwischen den Eigentümern. Der Verbraucher muss außerdem über die Beschaffenheit eines Hauses sowie über Immissionen von Nachbargrundstücken informiert und aufgeklärt werden.

Der Makler muss auch die einzelnen Widmungen laut Salzburger Raumordnungsgesetz kennen und einen Mietinteressenten über die Eignung eines Objekts aufklären, insbesondere, ob sich das Objekt dem bestimmten Zweck eignet. Außerdem muss der Makler über detaillierte Kenntnisse des Mietrechtsgesetzes verfügen. Unterliegt das Objekt freier Mietzinsbildung oder fällt es in den Vollanwendungsbereich des MRG? Jene Fragen muss ein Immobilienmakler einem Konsumenten mitteilen. Werden Aufklärungsvorschriften nicht eingehalten oder verhaltet sich ein Makler bei der Vermittlung einer Immobilie unredlich, kann der Immobilienmakler den Provisionsanspruch verlieren und sich Schadenersatzansprüche ausgesetzt sehen. Zum Kompetenzbereich eines Maklers gehören beispielsweise profunde Kenntnisse zu Steuern, österreichische Gesetze (MRG, ABGB, WEG, Konsumentenschutzgesetz etc.), Salzburger Raumordnungsgesetz, Salzburger Grundverkehr, baurechtlichen Vorschriften.


Als Immobilienmakler in Salzburg und Umgebung möchten wir als Abschluss zu diesem Thema noch von einer persönlichen Erfahrung einer unserer Kunden erzählen. Die Denkweise des Nichtbezahlens der Maklerprovision und bevorzugt Privatimmobilien zu kaufen, wurde einem unserer Kunden sehr teuer zu stehen. Dieser hat vor mehreren Jahren ein Baugrundstück in der Stadt Salzburg gekauft. Einige Jahre nach dem Kauf wollte er das Grundstück selbst bebauen. Nachdem er mit einem Architekten gesprochen hat, um sein Traumhaus mit einer gewünschten Wohnfläche von 180 m² in der Stadt Salzburg zu realisieren, kam das böse Erwachen. Denn der Architekt musste ihm nach Durchsicht des Bebauungsplans bzw. der Bauplatzerklärung mitteilen, dass er auf einer 800 m² Parzelle nur effektiv eine Fläche von 55 m² errichten kann. Für den Kunden war die Nachricht in diesem Moment ein Schock. Bei einem seriösen Immobilienmakler in Salzburg, wäre ihm ein solcher kostspieliger Fehler nicht unterlaufen, denn wir überprüfen eine Immobilie auf Herz und Nieren, bevor wir diese unseren Kunden präsentieren!

Herzlichst, 

Ihr Immobilienmakler in Salzburg und Umgebung

Wohngold Immobilien